Grünes Licht für Josef Mayr-Nusser
Die Kongregation für die Heiligsprechungen erlaubt die Eröffnung
des Seligsprechungsprozesses
Seitens des Heiligen Stuhls steht der Eröffnung des Seligsprechungsprozesses
für Josef Mayr Nusser nichts mehr im Weg. Dieses sog. „Nihil obstat“
teilte die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen
vor einigen Tagen dem Bischof der Diözese Bozen Brixen mit.
Damit kann die offizielle Untersuchung in unsere Diözese beginnen.
Bisher sind die notwenigen Vorbereitungsarbeiten gemacht worden:
Anlegung eines Archivs der Unterlagen über Josef Mayr-Nusser, kritische
Prüfung seiner Schriften durch eine theologische Kommission und
seiner Lebensbeschreibung durch die historische Kommission. Weiters
wurden bereits eine Reihe von Zeugen gehört und die wichtigsten
Texte ins Italienische übersetzt, um den Vorgang in Rom zu beschleunigen.
Als nächster Schritt wird Bischof Wilhelm das Gericht ernennen,
das den Prozess in der Diözese führen soll. Dann werden weitere
Zeugen gehört und andere Prüfungen vorgenommen. Nach positivem Abschluss
dieses Verfahrens werden die Akten zur weiteren Prüfung nach Rom
geschickt, wobei dort für Josef Mayr-Nusser der Status eines Märtyrers
erbeten wird.
Nachdem der Österreicher, Franz Jägerstätter, nun von Rom als
Märtyrer anerkannt wurde, besteht gute Aussicht, dass das auch beim
Mayr-Nusser der Fall sein wird. Bekanntlich hat sich Jägerstätter
- ähnlich wie Josef - aus religiösen Gründen geweigert, in den Krieg
zu ziehen und wurde deshalb hingerichtet. Seinen Seligsprechungsprozess
betreibt der jetzige Diözesanbischof von Innsbruck, Manfred Scheuer,
der wie Jägerstätter, aus der Diözese Linz stammt.
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